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Lieferkettenmanagement – der Schlüssel zur Resilienz

VonMike Elliott, Leiter Geschäftsentwicklung, Proactis

Derzeit wird der Resilienz von Lieferketten viel Aufmerksamkeit geschenkt, und das zu Recht. Jetzt gilt es jedoch, sich darauf zu konzentrieren, wie diese Resilienz erreicht werden kann.

Zunächst einmal, und das versteht sich von selbst, ist ein effektives Lieferkettenmanagement und das damit verbundene Risikomanagement absolut entscheidend für die finanzielle Gesundheit und Wettbewerbsfähigkeit Ihres Unternehmens. Wie wir sehen, können die negativen Auswirkungen globaler Ereignisse auf die Finanzlage oder den Ruf eines Unternehmens enorm, ja sogar verheerend sein.

Doch nur ein effektives Lieferkettenmanagement ermöglicht Resilienz, denn es:
  • verbessert die Finanzlage Ihres Unternehmens durch die Wertschöpfung entlang der gesamten Wertschöpfungskette;
  • spielt eine wichtige Rolle bei der Kundenzufriedenheit durch die Bereitstellung von Produkten und Dienstleistungen;
  • reduziert die Betriebskosten von der Beschaffung über die operativen und logistischen Funktionen bis hin zur gesamten Lieferkette.
Möglichkeiten zur Verbesserung des Lieferkettenmanagements

Automatisieren Sie dort, wo es darauf ankommt.
Es kommt häufig vor, dass Kreditorenbuchhaltungen mit unerwarteten Rechnungen konfrontiert werden, die zeitaufwändige Untersuchungen und Verzögerungen bei der Rechnungsbearbeitung und Zahlung nach sich ziehen. Diese Verzögerungen können die Beziehungen zu Lieferanten belasten und die Lieferkette beeinträchtigen. Lösungen mitAutomatisierung der KreditorenbuchhaltungMaßnahmen, die die Bearbeitungszeiten verkürzen und das Risiko manueller Fehler sowie verspäteter Zahlungen verringern, tragen alle dazu bei, die Kundenbindung zu erhöhen und die Beziehungen zu bestehenden Lieferanten zu stärken.

Da die Automatisierung manuelle Aufgaben überflüssig macht, werden viele Prozesse deutlich komplexer. Beispielsweise steigt die Prozesseffizienz, da Papierrechnungen durch digitale Rechnungen ersetzt werden, die innerhalb weniger Minuten automatisch genehmigt werden können.

Pünktlich bezahlen
Darüber hinaus sorgt die Automatisierung für eine schnellere Rechnungsbearbeitung und pünktliche Zahlungen. Pünktliche Zahlungen stärken das Vertrauen und verbessern die Beziehungen zu Lieferanten. Mit dem Ruf, Rechnungen fristgerecht zu bezahlen oder sogar vorzeitig zu begleichen, und indem Sie es Lieferanten erleichtern, ihre Forderungen mit Ihnen zu verwalten, sind diese möglicherweise eher bereit, Ihrem Unternehmen Vorzugspreise und -konditionen einzuräumen.

Datenbasierte Entscheidungen: Dank Automatisierung kann das Kreditorenbuchhaltungsteam auf große Datenmengen zugreifen und diese verarbeiten. Mithilfe dieser Daten lassen sich Prozesslücken identifizieren und Backoffice-Funktionen optimieren. Darüber hinaus ermöglichen Datenanalysetools dem Team, strategische Initiativen zu unterstützen.

Zusammenarbeiten und Kosten senken
Arbeiten Sie mit Ihren Lieferanten zusammen, um Kosten zu senken und Kostenstrukturen zu verstehen. Prüfen Sie gemeinsam mit ihnen Optionen wie alternative Zahlungsmethoden. Bleiben Sie nicht einfach bei Ihren bisherigen Vorgehensweisen, nur weil Sie es schon immer so gemacht haben. Möglicherweise können Sie sogar Skonto- oder Zahlungsaufschub-Angebote Ihrer Lieferanten nutzen.

Sichtbarkeit erhöhen
Es ist unerlässlich, dass Sie jedes einzelne Produkt, das Ihr Unternehmen benötigt – von der Bestellung bis zur Rechnungsstellung – nachverfolgen können. Daten sind hierfür der Schlüssel. Korrekt erfasst und verwaltet, ermöglichen Daten aus dem Finanz- und Beschaffungsbereich einen nahezu Echtzeit-Überblick über die Ausgaben. Gerade in Krisenzeiten ist diese Transparenz entscheidend, um fundierte Entscheidungen zur Bewältigung der Situation treffen zu können.

Darüber hinaus erhalten Ihre Lieferanten die Möglichkeit, sich stets auf dem Laufenden zu halten, damit sie Ihre aktuelle Situation besser verstehen und sogar vorausschauend planen können, um zukünftige Bedarfe zu decken. Intern sollten wichtige Teammitglieder Zugriff auf alle relevanten Prozessdetails haben.

Indem Lieferanten und Kollegen die Möglichkeit zur Transparenz erhalten, werden die Beziehungen zu den Lieferanten verbessert und sichergestellt, dass alle Beteiligten auf dem neuesten Stand sind.

Seien Sie auf Störungen vorbereitet.
Es dürfte schwerfallen, eine Branche zu finden, deren Logistik nicht irgendwann einmal beeinträchtigt wurde, sei es durch die Pandemie oder den Brexit. Bilder des blockierten Suezkanals verdeutlichen dies eindrucksvoll. Unternehmen, die flexibel auf Probleme in ihrer Lieferkette reagieren können und über Notfallpläne verfügen, werden die Auswirkungen besser bewältigen können.

Wenn Einkaufsteams sich auf mögliche Störungen vorbereiten, sei es durch eine einfache Diversifizierung der Lieferkette oder eine Verringerung der Abhängigkeit von einem einzelnen Lieferanten, lassen sich Folgewirkungen für das Unternehmen deutlich besser minimieren. Wird vor einer Störung ein diversifiziertes Lieferantennetzwerk geprüft und aufgebaut, kann dieses bei Bedarf erweitert werden, wenn ein anderer Lieferant in Schwierigkeiten gerät.

Auch für Finanzabteilungen lassen sich so unerwartete Kostensteigerungen bei der Materialbeschaffung vermeiden. Wie wir beispielsweise gesehen haben, können Unternehmen bei Lieferengpässen eines Holzlieferanten potenziell höhere Holzkosten vermeiden, indem sie ihre Nachfrage auf einen anderen Lieferanten verlagern.

Dies sind nur einige Möglichkeiten, wie Finanz- und Einkaufsteams ihre Lieferketten steuern und so das Ziel der Lieferkettenresilienz erreichen können. Um mehr über andere verfügbare Methoden zu erfahren oder Ihre Herausforderungen in der Lieferkette zu besprechen:

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