Alles wie immer in Ihrer Lieferkette?

Unter den derzeitigen Umständen ist es für das finanzielle Wohl und die Wettbewerbsfähigkeit Ihres Unternehmens absolut entscheidend, Ihre Lieferkette und die damit verbundenen Risiken unter Kontrolle zu haben. Aktuell erfahren wir, dass globale Ereignisse sehr große negative, sogar verheerende Auswirkungen auf die finanzielle Situation oder die Reputation eines Unternehmens haben können.

Viele Unternehmen setzen für ihre Geschäftsmodelle offensichtlich auf Globalisierung und wissen diese effektiv für sich zu nutzen – solange die Dinge gut laufen. Allerdings gibt es auch Zeiten, in denen verstärkt auf lokale Lieferanten zurückgegriffen werden muss – und zwar möglichst kurzfristig.

Das Coronavirus ist eine enorme Belastung für Beschaffungsabteilungen und Lieferketten und erschwert den globalen Handel derzeit immens. In den USA rechnen Häfen damit, dass das Frachtvolumen im ersten Quartal 2020 um mindestens 20% zurückgehen wird, so die Financial Times. Die Auswirkungen sind in allen Branchen zu spüren, unter anderem in der Modeindustrie, auf die das Online-Magazin Quartz verweist. Deren Lieferketten sind in der jetzigen Situation stark beeinträchtigt. Auch viele andere Waren, die aus China bezogen werden, wie Einwegbesteck, Handschuhe, Vorratsbehälter und Verpackungsmaterial, werden sehr wahrscheinlich schon bald nicht mehr verfügbar sein.

In Zeiten wie diesen ist es entscheidend, sich von Anfang an klare Managementziele zu setzen und genau darauf zu fokussieren. Auch wenn der folgende Ratschlag das scheinbar Offensichtliche ausdrückt: Unterlassen Sie Ausgaben und Aktivitäten, die nicht notwendig sind. Konzentrieren Sie sich stattdessen auf die Auswahl von Lieferanten mit dem geringsten Risiko. Prüfen Sie, wenn nötig, alternative Lieferanten und bringen Sie diese in Startposition.

Auch in schwierigen Zeiten ist es für ein Unternehmen, das Risiken minimieren und eine reibungs- sowie lückenlose Versorgung sicherstellen möchte, von entscheidender Bedeutung, den tatsächlichen Bedarf zu erfassen und die passenden Lieferanten auszuwählen. Das betrifft einen einmaligen Kauf von Investitionsgütern ebenso wie Dienstleistungsverträge oder die kontinuierliche Lieferung häufig genutzter Waren und Dienstleistungen. Vielleicht entscheiden Sie auch, dass der beste Weg zum Ziel angesichts begrenzter Ressourcen die Auslagerung bestimmter Schlüsselfunktionen ist, wodurch Sie die Komplexität innerhalb des Kerngeschäfts reduzieren können.

Der Aufbau einer lokalen Lieferkette, um nicht auf Waren und Dienstleistungen aus anderen Teilen der Welt angewiesen zu sein, könnte zum Schlüssel für Erfolg werden. Es gibt eine Reihe von Lösungen und Partnern, die Ihnen helfen, die „richtigen“ Lieferanten zu finden – auch auf lokaler Ebene. Unternehmen wie Proactis bieten genau solche Tools, die Sie brauchen, um verstärkt lokal Transaktionen durchzuführen und mit den Lieferanten zu kommunizieren. Transaktionen werden so nicht nur für Sie, sondern auch für Ihre Lieferanten schneller, einfacher und effizienter. Neue Lieferanten können zügig und unkompliziert angebunden werden. Das intuitive Design und die Nutzerfreundlichkeit stellen sicher, dass sowohl Mitarbeiter als auch Lieferanten gerne damit arbeiten.

Darüber hinaus müssen die aktuell „risikoreichen“ Lieferanten sorgfältig analysiert werden. Kann der Lieferant garantieren, dass er benötigte Waren und Dienstleistungen weiterhin liefern kann? Welches Risiko besteht für Ihr Unternehmen, wenn der Lieferant über Nacht „verschwindet“? Auch wenn dies von einer Reihe von – teils noch unbekannten – Faktoren abhängt, sollten solche Überlegung frühzeitig angestellt werden.

Die Auswirkungen der gegenwärtigen Situation und die damit verbundenen Herausforderungen für die Lieferketten zu minimieren, wird weitgehend von den Prozessen abhängen, die die Unternehmen etablieren. Auch wenn momentan “nichts wie immer“ zu sein scheint, wird es mit der richtigen Planung und Unterstützung sicherlich nicht unmöglich sein, eine gewisse Normalität zu erreichen.